Projekt 2008

Gesundheits- und Quartierentwicklungsprogramm in Bangladesch

Das Programm des YWCA Bangladesch hat zum Ziel, die Lebensqualität der am meisten benachteiligten Schichten – insbesondere von Frauen und jungen Mädchen zu verbessern.

 

Bangladesch ist das dichtest bevölkerte und immer noch eines der ärmsten Länder der Welt: Über 80% der inzwischen 139 Millionen EinwohnerInnen müssen mit weniger als zwei US-Dollar pro Tag auskommen; rund die Hälfte der Männer und zwei Drittel der Frauen können weder lesen noch schreiben. Auch das Gesundheitssystem ist unterentwickelt. Die Frauen gehören zu der von Armut am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppe. Sie haben in Bangladesch immer noch einen viel tieferen Status als Männer. Sie sind von den männlichen Familienmitgliedern wirtschaftlich und sozial abhängig. Sie finden kaum eine ausreichend bezahlte Arbeit und haben kaum Zugang zu Bildung und Gesundheitsdiensten. Eine erfolgreiche Entwicklung ist aber nur mit einer Besserstellung der Frauen und deren Familien möglich.

 

Das Programm des CVJF (Christlicher Verein Junger Frauen) fördert Frauen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Einkommensförderung. Grosses Gewicht haben persönlichkeitsbildende Aspekte, etwa das Engagement bei der Verbesserung der Lebensqualität im Quartier und die Sensibilisierung für gesellschaftliche Themen. Damit die Frauen ein eigenes Einkommen erwirtschaften können, bietet der CVJF auch ein Mikrokredit-Programm an. Mit seinen Aktivitäten erreicht der CVJF inzwischen 29'000 Menschen in zwölf Regionen. Zudem führt er in einigen Städten eine kostenpflichtige Primarschule und bietet mit dem Ertrag Kindern in Slumquartieren einen unentgeltlichen Unterricht an. Das Gesundheitsprogramm richtet sich vor allem an Frauen und Kleinkinder. Dazu gehören etwa Gesundheitserziehung, Hygiene, Impfungen und Ernährungs-programme für Kinder, Sanitär- und Trinkwasserversorgung, AIDS-Prävention, oder einfache medizinische Versorgung.